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Edition Buche - Verlag für Gegenwelten

Die Edition Buche steht für Literatur, die der Realität gedankliche Gegenwelten entgegensetzt. Epische Gesellschaftskritik, historische Romane, Utopie, Fantastik, Satire, Lyrik, überall wo Sprache mit mutigen Gegenentwürfen reagiert, sehen wir unser verlegerisches Arbeitsgebiet.

Insofern verstehen wir den Verlag auch als einen Teil der fortschrittlichen Zivilgesellschaft. Wir versuchen das Gemeingut Kultur mit unseren bescheidenen Mitteln zu bewahren, zu stärken und in die Zukunft zu tragen.


Die Reihen in der Edition Buche

Reihe: Junge Bücher
Die Jungen Bücher sind für den LeserInnennachwuchs gedacht. Kinder- und Jugendliteratur sammlen wir in dieser Reihe.

Reihe: Spannung
Wir publizieren in dieser Reihe Krimis und Thriller, die ohne Schablonen oder Klischees sozialkritisch die Realität reflektieren.

Die Buche als Philosophie

Die Buche diente als Nahrung und Futterquelle in Notzeiten. Für Newcomer abseits des Mainstreams sind in der Verlagswelt tatsächlich Notzeiten angebrochen. Die Edition Buche macht Bücher, die wie frische junge Buchenblätter oder gehaltvolle Bucheckern sind. Als Nahrung für alle, die Bücher jenseits des Einheitsbreis lesen wollen.

Was das Feuer von der Buche übrig lässt, ist guter Dünger. Die Editon Buche düngt zarte Pflanzen der Literaturszene, fördert sie und lässt sie wachsen. Auch aus Pottasche können Glaskunstwerke entstehen, die Luft einfangen, Licht in allen fantastischen Farben spiegeln, aber deren Scherben auch messerscharf schneiden können.

Die Hainbuche ist ein Baum der Grenze. Schon sehr früh diente er als Heckenpflanze, noch lange bevor er durch Heckenscheren geometrisch geformt wurde. Die Edition Buche zieht neue Grenzlinien quer durch die Buchlandschaft. Die üblichen Kategorien wie Unterhaltungsliteratur oder Avantgarde sind für uns obsolet. Wir machen Spannungsliteratur ebenso wie Sprachkunst. Unsere Grenzlinie orientiert sich am Aufbrechen von Strukturen durch den Entwurf von Gegenwelten.


Von der Buche zum Buchstaben

Der althochdeutsche Name für die Buche (buocha) findet sich auch in anderen Sprachen wieder: boe (altenglisch), beech (neuenglisch), bok (altnordisch und schwedisch), beuk (holländisch).

Schon die Germanen ritzten ihre Runen in Buchenholz. Die Worte Buche und Buchstabe leiten sich von der Buche ab, auch wenn nicht ganz klar ist, ob das Wort Buchstabe von den kultisch wichtigen Buchen-Stäbchen abgeleitet wird, die für Orakel verwendet wurden, oder vom kräftigen Mittelstrich der Runen.

Der große mittelalterliche Romancier Hartmann von Aue (etwa 1170-1215) verwendete in seiner Erzähung "Der arme Heinrich" das Wort Buch:
    Ein ritter so geleret was
    daz er an den bouchen las
    swaz er dar an geschriben vant
Johannes Gutenberg (etwa 1397-1468) nahm für seine ersten Druckversuche Lettern aus Buchenholz.

Die Buche als Baum

Wer von der Buche spricht, denkt meist an die Rotbuche. Sie liefert uns Brennholz mit sehr hohem Heizwert und verleiht den Buchenmöbel die rötliche Farbe. Auch für Musikinstrumente wird es verwendet.

Die Rotbuche, Fagus silvatica, wird 25 bis 30 Meter hoch. Sie hat keine dicke Borke, sondern eine glatte, silbergraue Rinde, die gegen Sonneneinstrahlung empfindlich ist. Ihre Blätter sind oval und am Grunde abgerundet, der Blattrand ist glatt oder nur schwach gewellt.

Die Weißbuche, Carpinus betulus, auch Hainbuche oder Hagebuche genannt, erkennt man an ihren Blättern, die am Rande doppelt gezähnt sind. Die Blattnerven treten stark hervor. Eigentlich gehören Hainbuchen gar nicht zu den Buchen-, sondern zu den Birkengewächsen.

Die Weißbuche wächst gerne in Mischwäldern und wird bis zu 20 Meter hoch. Allerdings macht ihr ein regelmäßiger Schnitt wenig aus, weswegen sie als klassische Heckenpflanze gilt. Das helle Holz ist sehr leicht und kann beim Trocknen rissig werden, weswegen die Weißbuche als Bauholz unbrauchbar ist. Aber als Brennholz hat es sogar einen noch höheren Heizwert als die Rotbuche.

Buchenholz brennt gut und hinterlässt Asche, aus der man die kalkhaltige Pottasche herstellen kann. Buchenasche wurde ausgelaugt und in großen eisernen Pötten eingedampft. Diese Pottasche verwendete man zur Glasherstellung, in der Seifensiederei und für Backtreibmittel. Buchenasche dient als Dünger und als Bleichmittel für die Wäsche.

Bucheckern, die Früchte der Buche, sind auch roh essbar. Allerdings enthalten sie das schwach giftige Fagin, weswegen nicht allzu viele dieser dreiteiligen Nüsse verzehrt werden sollten. Vor allem als Tierfutter und zur Gewinnung von Speiseöl fanden Bucheckern Verwendung, denn sie enthalten bis zu fünfzig Prozent Öl (das übrigens frei von Fagin ist). Auch die ganz jungen Buchenblätter kann man essen.



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