Wer von der Buche spricht, denkt meist an die Rotbuche. Sie liefert uns Brennholz mit sehr hohem Heizwert und verleiht den Buchenmöbel die rötliche Farbe. Auch für Musikinstrumente wird es verwendet.
Die Rotbuche, Fagus silvatica, wird 25 bis 30 Meter hoch. Sie hat keine dicke Borke, sondern eine glatte, silbergraue Rinde, die gegen Sonneneinstrahlung empfindlich ist. Ihre Blätter sind oval und am Grunde abgerundet, der Blattrand ist glatt oder nur schwach gewellt.
Die Weißbuche, Carpinus betulus, auch Hainbuche oder Hagebuche genannt, erkennt man an ihren Blättern, die am Rande doppelt gezähnt sind. Die Blattnerven treten stark hervor. Eigentlich gehören Hainbuchen gar nicht zu den Buchen-, sondern zu den Birkengewächsen.
Die Weißbuche wächst gerne in Mischwäldern und wird bis zu 20 Meter hoch. Allerdings macht ihr ein regelmäßiger Schnitt wenig aus, weswegen sie als klassische Heckenpflanze gilt. Das helle Holz ist sehr leicht und kann beim Trocknen rissig werden, weswegen die Weißbuche als Bauholz unbrauchbar ist. Aber als Brennholz hat es sogar einen noch höheren Heizwert als die Rotbuche.
Buchenholz brennt gut und hinterlässt Asche, aus der man die kalkhaltige Pottasche herstellen kann. Buchenasche wurde ausgelaugt und in großen eisernen Pötten eingedampft. Diese Pottasche verwendete man zur Glasherstellung, in der Seifensiederei und für Backtreibmittel. Buchenasche dient als Dünger und als Bleichmittel für die Wäsche.
Bucheckern, die Früchte der Buche, sind auch roh essbar. Allerdings enthalten sie das schwach giftige Fagin, weswegen nicht allzu viele dieser dreiteiligen Nüsse verzehrt werden sollten. Vor allem als Tierfutter und zur Gewinnung von Speiseöl fanden Bucheckern Verwendung, denn sie enthalten bis zu fünfzig Prozent Öl (das übrigens frei von Fagin ist). Auch die ganz jungen Buchenblätter kann man essen.